Familiengeschichten

Familiengeschichten für Kinder: Geschwister, Großeltern und alles, was zwischen ihnen passiert, wenn niemand zuschaut.

41 Geschichten

Familie ist für ein Kind die ganze Welt und kein Thema, und deshalb wirken Familiengeschichten anders als alle anderen. Ein Kind hört sie nicht aus Neugier — es hört sie, um zu prüfen, ob es bei anderen genauso ist. Dass die große Schwester auch mal nicht spielen will. Dass die Großmutter auch Namen vergisst. Dass man streiten kann und trotzdem Familie bleibt.

In diesem Bereich geschieht im Sinne von Abenteuern wenig: jemand sucht etwas Verlorenes, jemand wartet auf die Rückkehr des Vaters, Geschwister teilen ein Bett während des Gewitters. Dafür geschieht viel in dem, was die Figuren sagen und was sie nicht sagen. Geschichten über Geschwister sind hier oft die brauchbarsten, denn der Streit um ein Spielzeug sieht darin genauso aus wie eine Stunde vorher im Zimmer nebenan.

Großeltern kommen häufig vor und haben immer etwas zu tun, nicht nur zu erzählen. Einige Geschichten sprechen davon, dass jemand nicht mehr da ist — vorsichtig und ohne mehr zu erklären, als das Kind selbst fragt. Vorlesedauer zwei bis zwölf Minuten.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter sind diese Geschichten geeignet?

Ab drei Jahren. Den Jüngsten am besten die über alltägliche Dinge, ab fünf auch die über Geschwister und über Sehnsucht.

Gibt es Geschichten über Geschwister und Streit?

Ja, und es sind die am häufigsten gelesenen dieses Bereichs. Der Streit endet mit Versöhnung, aber nicht sofort — eine sofortige Versöhnung erkennt ein Kind als Unwahrheit.

Spricht eine davon vom Verlust eines Angehörigen?

Einige erwähnen jemanden, der nicht mehr da ist. Wir sprechen ruhig darüber und erklären nicht mehr, als das Kind fragt. Diese Geschichten kennzeichnen wir mit höherem Alter.