Mutmachgeschichten

Mutmachgeschichten von jemandem, der klein ist und trotzdem losgeht — und von dem Moment kurz davor, in dem es noch schwer ist.

72 Geschichten

Mut heißt in einer Geschichte fast nie, dass jemand keine Angst hat. Er heißt: ein Moment kurz davor, in dem es noch schwer ist und die Figur trotzdem losgeht. Deshalb liest man Mutmachgeschichten am besten Kindern vor, die gerade vor etwas Angst haben — nicht damit sie aufhört, sondern damit sie sehen, dass Angst und erster Schritt in denselben Moment passen.

Die Figuren hier sind klein: ein Küken, das aus dem Nest springen soll, eine Maus gegenüber jemandem viel Größerem, ein Kind vor einem dunklen Gang. Keines gewinnt durch Kraft, weil keines welche hat. Sie gewinnen dadurch, dass sie es versucht haben — und das ist die einzige Art Mut, die ein Kind bei sich selbst anwenden kann.

Es ist der größte Bereich dieser Seite, denn Mut kommt in fast jeder Geschichte vor, die zweimal gelesen werden will. Hier stehen eigene Geschichten neben Klassikern — Der Hase und die Schildkröte, Das tapfere Schneiderlein. Die Vorlesedauer liegt bei zwei bis zwölf Minuten.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter sind diese Geschichten geeignet?

Ab drei Jahren bei den kürzesten, ab fünf bei denen, in denen die Figur lange auf ihr Ziel zugeht.

Sind diese Geschichten beängstigend?

Nein. Angst ist darin Thema, nicht Werkzeug — wir beschreiben, was die Figur fühlt, und nicht, was sie verfolgt. Jede endet sicher.

Welche passt für ein Kind mit einer bestimmten Angst?

Die, in der die Figur dasselbe fürchtet. Es gibt hier Geschichten über Angst vor Wasser, vor Dunkelheit, vor Gewitter und vor dem ersten Tag an einem neuen Ort — der erste Satz unter dem Titel sagt es.