Prinzessinnengeschichten

Prinzessinnengeschichten — von denen, die im Turm warten, und von denen, die selbst losgehen, um ihre Brüder zu erlösen.

11 Geschichten

Prinzessinnengeschichten teilt man meist in die, in denen die Prinzessin wartet, und die, in denen sie handelt. Hier stehen beide, und das mit Absicht: ein Kind braucht in verschiedenen Wochen verschiedene Geschichten, und die Wahl gehört ihm, nicht uns.

Die wartenden stammen aus alten Märchen: Dornröschen, Rapunzel im Turm, Aschenputtel am Herd. Aber auch in alten Märchen ist die Prinzessin oft die, die etwas entscheidet — im Froschkönig erlöst nicht ein Kuss den Prinzen, sondern ihr Zorn. Dazu kommen eigene, heute geschriebene Geschichten, in denen die Prinzessin einen Namen und eine konkrete Sache zu lösen hat.

Prinzessinnengeschichten zum Vorlesen haben abends einen Vorteil: ihr Rhythmus ist klar — Aufgabe, Prüfung, Lösung. Wenn ein Kind jeden Tag nach einer Prinzessin fragt, lohnt es sich, beide Sorten abzuwechseln. Dann hört die Krone auf, die Belohnung selbst zu sein, und wird zu dem, was jemand getan hat.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter sind diese Geschichten geeignet?

Ab fünf Jahren. Der Spiegel, der die Wahrheit sah, und Der Ritter ohne Schwert passen besser ab sieben, weil man mehreren Handlungssträngen folgen muss.

Gibt es hier Prinzessinnen, die nicht auf Rettung warten?

Ja. Im Froschkönig entscheidet die Prinzessin selbst; in unseren eigenen Geschichten lösen Prinzessinnen Rätsel, beenden Streit und reparieren, was sie selbst kaputt gemacht haben.

Sind diese Geschichten nur für Mädchen?

Nein. Ritter und Könige haben hier genauso viel zu tun — etwa in Der Ritter ohne Schwert und Ritter Arthur und der Drache vom Nebelberg.