Apollo und der weite Himmel

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  • 13 Seiten

Hoch auf den steilen Felsen, weit über der Erde, lebte ein kleiner Adler, der sich nichts sehnlicher wünschte, als seine Flügel auszubreiten und in den Himmel zu steigen. Als der Augenblick des ersten Sprungs kam, hielt ihn die Angst zurück — doch die sanften Worte seines Vaters und sein eigener Mut halfen ihm, den entscheidenden Schritt zu wagen. Eine warmherzige Geschichte über den Glauben an sich selbst und den Halt der Liebsten — und darüber, dass die wahre Freiheit dort beginnt, wo wir unsere Angst überwinden.

Hoch oben auf den Felsen, in einem großen Horst aus Zweigen und Himmel, lebte eine Adlerfamilie mit drei jungen Adlerkindern.

Hoch oben auf den Felsen, in einem großen Horst aus Zweigen und Himmel, lebte eine Adlerfamilie mit drei jungen Adlerkindern. Das kleinste von ihnen hieß Apollo. Zwar war er zierlicher als seine Geschwister — doch sein Herz war mutig und randvoll mit Träumen.

Am liebsten sah Apollo zu, wie seine Eltern majestätisch durch die Lüfte glitten, als gehöre ihnen der ganze Wind.

Am liebsten sah Apollo zu, wie seine Eltern majestätisch durch die Lüfte glitten, als gehöre ihnen der ganze Wind. Und er träumte von dem Tag, an dem er endlich zu ihnen hinaufsteigen würde.

An einem hellen, sonnigen Morgen sagte die Adlermutter: „Es ist so weit, meine Kleinen — heute lernt ihr das Fliegen.

An einem hellen, sonnigen Morgen sagte die Adlermutter: „Es ist so weit, meine Kleinen — heute lernt ihr das Fliegen. Ihr werdet eure Flügel ausbreiten und den Wind unter ihnen spüren.“

Apollos Geschwister konnten es kaum erwarten.

Apollos Geschwister konnten es kaum erwarten. Voller Begeisterung und Aufregung trippelten sie an den Rand des Horstes und sprangen einer nach dem anderen tapfer in die Tiefe. Zuerst ruderten sie noch ungeschickt mit den Flügeln, doch schon bald zogen sie sicher ihre Kreise am Himmel und jubelten über ihren allerersten Flug.

Apollo aber spürte die Angst eng in seiner Brust.

Apollo aber spürte die Angst eng in seiner Brust. Die Erde lag so unendlich tief unter ihm, und schon der bloße Gedanke, hinabzustürzen, ließ ihn zittern.

Als der Vater sein Zögern bemerkte, kam er näher.

Als der Vater sein Zögern bemerkte, kam er näher. „Es ist ganz in Ordnung, Angst zu haben, Apollo“, sagte er sanft. „Mut bedeutet nicht, keine Angst zu spüren. Mut bedeutet, sich von ihr nicht aufhalten zu lassen.“

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