Daumesdick

  • 8-10 Min. Lesezeit
  • 16 Seiten

Daumesdick — ein Märchen der Brüder Grimm zum Vorlesen. Der Junge ist nicht größer als ein Daumen, und genau das rettet ihn immer wieder.

Ein armer Holzhacker saß mit seiner Frau abends am Feuer und wünschte sich ein Kind, und wäre es noch so klein.

Ein armer Holzhacker saß mit seiner Frau abends am Feuer und wünschte sich ein Kind, und wäre es noch so klein. Ein Jahr später hatten sie einen Sohn, der war nicht größer als ein Daumen, und deshalb nannten sie ihn Daumesdick.

Er wuchs nicht mehr, aber er wurde klug.

Er wuchs nicht mehr, aber er wurde klug. Am liebsten saß er auf dem Rand des Küchentisches, ließ die Beine baumeln und hörte zu, was die Erwachsenen besprachen, und meistens hatte er dazu eine Meinung.

Als der Vater eines Morgens in den Wald fahren musste und der Wagen schwer beladen war, wollte er ihn allein nicht lenken und…

Als der Vater eines Morgens in den Wald fahren musste und der Wagen schwer beladen war, wollte er ihn allein nicht lenken und schimpfte über den fehlenden Knecht. Da sagte Daumesdick, er könne das. Der Vater setzte ihn dem Pferd ins Ohr, und von dort rief er die Richtung, hielt einen Faden in der Hand und zog daran. Das Pferd hörte auf ihn, und der Wagen fuhr genau so, wie er sollte.

Zwei Fremde standen am Weg und sahen einen Wagen fahren, auf dem niemand saß.

Zwei Fremde standen am Weg und sahen einen Wagen fahren, auf dem niemand saß. Sie folgten ihm bis zum Waldrand und redeten leise miteinander, weil sie so etwas noch nie gesehen hatten.

Sie boten dem Vater Geld für den kleinen Mann.

Sie boten dem Vater Geld für den kleinen Mann. Der Vater wollte nicht. Da flüsterte Daumesdick ihm von der Schulter her ins Ohr: „Nimm es. Ich bin heute Abend wieder zu Hause.“ So bekam der Vater einen Beutel Münzen.

Sie setzten ihn auf die Krempe eines Hutes und gingen los.

Sie setzten ihn auf die Krempe eines Hutes und gingen los. Auf der Landstraße blieb der eine stehen, um sich zu bücken, und in diesem Moment war Daumesdick unten und weg.

Er drückte sich in ein Mauseloch in der Erde, gerade tief genug, dass keine Hand hineinpasste, und lachte hinter ihnen her.

Er drückte sich in ein Mauseloch in der Erde, gerade tief genug, dass keine Hand hineinpasste, und lachte hinter ihnen her. Die beiden krochen im Gras herum, suchten mit den Fingern zwischen den Halmen und gaben einander die Schuld, bis es dunkel wurde und sie weitergingen.

Die Nacht verbrachte er in einem leeren Schneckenhaus im Gras.

Die Nacht verbrachte er in einem leeren Schneckenhaus im Gras. Es war trocken, es war eng genug, und darin hörte man alles, was draußen ging.

…den Rest liest du in der Marytale-App.

Marytale ist eine App mit illustrierten Geschichten zum Vorlesen — ein Bild auf jeder Seite, keine Werbung, kein Internet nötig. Das Lesezeichen bleibt dort, wo das Kind eingeschlafen ist.

Kostenlos ausprobieren

Mit dem Handy scannen, um Marytale zu laden

Mehr Geschichten zum Vorlesen