Die Uhr, die den Frieden hütet

  • 6-8 Min. Lesezeit
  • 16 Seiten

In einer großen, herzlichen Familie waren die Tage voller Lachen, frischem Brot und dem fröhlichen Lärm von Menschen, die zusammengehören — und doch wird selbst in den besten Familien manchmal gestritten. Als Mia und Tom in Opas Werkstatt eine alte, verstaubte Uhr entdecken, stoßen sie auf ein fast unglaubliches Geheimnis: Die Uhr tickt nur, wenn im Haus Frieden herrscht. Eine zärtliche, warmherzige Erinnerung daran, dass der größte Schatz die Zeit ist, die wir in Eintracht mit den Menschen verbringen, die wir lieben.

Am Rande der Stadt, in einem kleinen, aber gemütlichen Haus, lebte eine große und fröhliche Familie.

Am Rande der Stadt, in einem kleinen, aber gemütlichen Haus, lebte eine große und fröhliche Familie.

Hier klang immer heiteres Lachen, es duftete nach frischem Gebäck, und die Fenster leuchteten bis spät am Abend in warmem…

Hier klang immer heiteres Lachen, es duftete nach frischem Gebäck, und die Fenster leuchteten bis spät am Abend in warmem Licht. Alle waren am liebsten beisammen — doch wie es in großen Familien oft geschieht, gab es auch kleine Streitereien. Mal naschte jemand heimlich den letzten Keks, mal konnte man sich nicht einigen, wer zuerst den Abwasch machte, und manchmal lieferten sie sich ein wildes Wettrennen um den bequemsten Platz auf dem Sofa. Doch was auch geschah, in diesem Haus herrschten immer Wärme, Liebe und echter Familienzusammenhalt.

Eines Tages beschlossen die neugierigen Enkel, Mia und Tom, einen Blick in Opas Werkstatt zu werfen — einen Ort voller…

Eines Tages beschlossen die neugierigen Enkel, Mia und Tom, einen Blick in Opas Werkstatt zu werfen — einen Ort voller Geheimnisse und dem Duft von altem Holz. Drinnen lag eine ganz besondere Stille: Auf den Regalen reihten sich uralte Uhren, überall lag Werkzeug, und dazwischen waren winzige Zahnrädchen und Federn verstreut.

Doch am meisten zog eine große Wanduhr die Blicke der Kinder an — mit einem geschnitzten Holzgehäuse und feinen goldenen…

Doch am meisten zog eine große Wanduhr die Blicke der Kinder an — mit einem geschnitzten Holzgehäuse und feinen goldenen Zeigern, die reglos verharrten, als warteten sie auf etwas ganz Besonderes.

„Diese Uhr ist keine gewöhnliche Uhr“, sagte Opa mit einem warmen Lächeln und trat in die Werkstatt.

„Diese Uhr ist keine gewöhnliche Uhr“, sagte Opa mit einem warmen Lächeln und trat in die Werkstatt.

„Keine gewöhnliche Uhr?“, fragte Mia und berührte behutsam das kühle Glas über dem Zifferblatt.

„Keine gewöhnliche Uhr?“, fragte Mia und berührte behutsam das kühle Glas über dem Zifferblatt. „So ist es“, nickte Opa. „Sie läuft nur, wenn im Haus Eintracht herrscht. Sobald es Streit gibt, bleibt sie stehen.“ „Aber das ist doch unmöglich!“, rief Tom. „Eine Uhr kann doch nicht wissen, was wir fühlen!“ Opa lächelte geheimnisvoll. „Das könnt ihr selbst herausfinden.“ Und ohne ein weiteres Wort ließ er die beiden mit ihrem geheimnisvollen Fund allein.

Vorsichtig zogen die Kinder die Uhr auf, und sogleich begann sie gleichmäßig zu ticken.

Vorsichtig zogen die Kinder die Uhr auf, und sogleich begann sie gleichmäßig zu ticken. Doch kaum stritten sie darüber, wer sie zuerst entdeckt hatte, blieben die Zeiger jäh stehen.

„Na so was!“, rief Mia verblüfft.

„Na so was!“, rief Mia verblüfft. „Reiner Zufall!“, widersprach Tom und verschränkte die Arme vor der Brust. Sie versuchten es noch einmal. Und wieder — sobald ihre Stimmen lauter wurden, blieb die Uhr stehen. Mia seufzte und sah ihren Bruder an: „Es scheint, Opa hatte recht… Aber was machen wir jetzt?“

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