Aschenputtel

  • 8-10 Min. Lesezeit
  • 16 Seiten

Aschenputtel — ein Märchen der Brüder Grimm zum Vorlesen. Zum Fest darf sie nicht, und was ihr hilft, wächst am Grab ihrer Mutter.

Als die Frau eines reichen Mannes krank wurde, rief sie ihre Tochter ans Bett und sagte: „Bleib gut, dann bin ich bei dir.“…

Als die Frau eines reichen Mannes krank wurde, rief sie ihre Tochter ans Bett und sagte: „Bleib gut, dann bin ich bei dir.“ Danach starb sie, und das Mädchen ging jeden Tag an ihr Grab und weinte, und im Winter deckte der Schnee alles zu.

Im Frühling nahm der Vater eine neue Frau, und die brachte zwei Töchter mit.

Im Frühling nahm der Vater eine neue Frau, und die brachte zwei Töchter mit. Sie hatten helle Gesichter und dunkle Gedanken, und schon in der ersten Woche verschwanden die schönen Kleider des Mädchens und ihr Bett und ihr Platz am Tisch.

Sie bekam ein graues Kittelchen und Holzschuhe.

Sie bekam ein graues Kittelchen und Holzschuhe. Sie musste vor Tag aufstehen, Wasser holen, Feuer machen, kochen und waschen. Am Abend legte sie sich neben den Herd in die Asche, weil dort noch etwas Wärme war, und davon bekam sie ihren Namen: Aschenputtel.

Einmal fuhr der Vater auf den Markt und fragte, was er den Töchtern mitbringen solle.

Einmal fuhr der Vater auf den Markt und fragte, was er den Töchtern mitbringen solle. Die beiden Schwestern wollten Kleider, Perlen und Steine, und sie zählten alles genau auf, damit er nichts vergisst. Aschenputtel sagte: „Den ersten Zweig, der Euch auf dem Heimweg an den Hut stößt.“ Der Vater wunderte sich, aber er merkte es sich.

Es war ein Haselzweig.

Es war ein Haselzweig. Sie pflanzte ihn auf das Grab ihrer Mutter, und weil sie oft dort saß und weinte, wuchs er schnell und wurde ein Baum. Auf dem Baum saß ein weißer Vogel, und wenn Aschenputtel etwas leise wünschte, warf er es ihr herunter.

Dann ließ der König ein Fest ansagen, drei Tage lang, damit sein Sohn eine Braut finde.

Dann ließ der König ein Fest ansagen, drei Tage lang, damit sein Sohn eine Braut finde. Die Schwestern ließen sich frisieren und schnürten sich die Kleider, und Aschenputtel bat, mitgehen zu dürfen.

Die Stiefmutter schüttete eine Schüssel Linsen in die Asche.

Die Stiefmutter schüttete eine Schüssel Linsen in die Asche. „Lies sie heraus“, sagte sie, „in zwei Stunden, dann darfst du mit.“ Aschenputtel ging in den Garten und rief die Tauben, und die Tauben kamen und lasen die Linsen aus, viel schneller als zwei Stunden.

Sie brachte die Schüssel zurück, noch bevor die Zeit um war.

Sie brachte die Schüssel zurück, noch bevor die Zeit um war. Die Stiefmutter sah hinein, sagte nichts, schüttete eine zweite Schüssel in die Asche und gab ihr eine Stunde. Auch die war rechtzeitig fertig. Da sagte die Stiefmutter, sie habe kein Kleid und könne nicht tanzen und würde alle nur blamieren — und fuhr mit ihren Töchtern ohne sie los.

…den Rest liest du in der Marytale-App.

Marytale ist eine App mit illustrierten Geschichten zum Vorlesen — ein Bild auf jeder Seite, keine Werbung, kein Internet nötig. Das Lesezeichen bleibt dort, wo das Kind eingeschlafen ist.

Kostenlos ausprobieren

Mit dem Handy scannen, um Marytale zu laden

Mehr Geschichten zum Vorlesen