Struwwelpeter-Geschichten

Struwwelpeter-Geschichten Wort für Wort wie bei Heinrich Hoffmann 1845 — die bekanntesten Kindergedichte auf Deutsch, zum Vorlesen ab vier Jahren.

5 Geschichten

Der Struwwelpeter ist 1845 entstanden, weil Heinrich Hoffmann, ein Frankfurter Arzt, für seinen dreijährigen Sohn kein Bilderbuch finden konnte, das ihm gefiel. Also zeichnete und reimte er selbst eines. Gedruckt wurde es erst danach, auf Drängen von Freunden — und wurde eines der bekanntesten Kinderbücher der Welt.

Wir geben die Gedichte Wort für Wort so wieder, wie sie im Buch stehen, nach der bei Wikisource erfassten Ausgabe. Ein Gedicht lässt sich nicht nacherzählen: Reim und Rhythmus sind hier die Geschichte. Was man tun kann, ist auswählen — und das haben wir getan.

Denn nicht alle zehn Geschichten des Buches gehören auf eine Seite für den Abend. Vom Daumenlutscher, vom Suppen-Kaspar und von Paulinchen und dem Feuerzeug erzählen wir hier nicht: in ihnen sterben oder verstümmeln Kinder, und das steht bei uns nicht. Hier stehen die fünf, die man einem Kind vorlesen kann — und in einer davon gewinnt sogar der Hase gegen den Jäger.

Häufige Fragen

Sind das die Originaltexte?
Ja, Wort für Wort, nach der 400. Auflage von Rütten & Loening, Frankfurt am Main 1917, wie sie bei Wikisource erfasst ist. Bei jedem Gedicht steht die Quelle.
Warum stehen hier nur fünf der zehn Geschichten?
Weil in den übrigen Kinder sterben oder verstümmelt werden — der Suppen-Kaspar verhungert, dem Daumenlutscher werden die Daumen abgeschnitten, Paulinchen verbrennt. Ein Gedicht kann man nicht entschärfen, ohne es zu zerstören, also lassen wir diese weg.
Ab welchem Alter?
Ab vier bis fünf Jahren. Die Verse sind kurz und der Rhythmus trägt; in den fünf hier ausgewählten Geschichten passiert niemandem etwas Bleibendes.
Sind das Kindergedichte oder Geschichten?
Gedichte. Jede der zehn „Geschichten“ im Struwwelpeter ist ein Gedicht in Reimen — deshalb stehen sie hier Wort für Wort und nicht nacherzählt: bei einem Gedicht sind Reim und Rhythmus die Geschichte selbst.
Ist der Struwwelpeter noch zeitgemäß?
Als Erziehungsbuch nicht, und so lesen wir ihn auch nicht. Als Sprachspiel schon: „Zappelphilipp“ ist aus diesem Buch ins Deutsche gewandert, und der Rhythmus der Verse ist bis heute zum Mitsprechen gemacht.

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