Hans und die Bohnenranke

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  • 16 Seiten

Hans und die Bohnenranke — ein Volksmärchen zum Vorlesen. Für eine Kuh bekommt Hans fünf Bohnen, und über Nacht wächst daraus ein Weg in die Wolken.

Am Rand eines Dorfes stand eine kleine Kate, und im Hof stand eine braune Kuh.

Am Rand eines Dorfes stand eine kleine Kate, und im Hof stand eine braune Kuh. Mehr besaßen Hans und seine Mutter nicht, und seit die Kuh keine Milch mehr gab, besaßen sie eigentlich gar nichts.

Die Mutter stand am Fenster, mit dem Rücken zu ihm, und sah in den Hof hinaus.

Die Mutter stand am Fenster, mit dem Rücken zu ihm, und sah in den Hof hinaus. Dann sagte sie, ohne sich umzudrehen, er solle die Kuh am Morgen auf den Markt bringen und sie verkaufen, so gut es eben geht, und ja nicht das erste Angebot nehmen. Hans nahm den Strick vom Haken und ging noch vor Sonnenaufgang los.

Am Wegrand saß ein alter Mann auf einem Stein.

Am Wegrand saß ein alter Mann auf einem Stein. Er sah die Kuh an und sagte, er habe kein Geld, aber etwas Besseres: fünf Bohnen, und zwar besondere. Hans überlegte kurz und tauschte.

Zu Hause legte er die fünf Bohnen auf den Tisch und erzählte, wie es gewesen war.

Zu Hause legte er die fünf Bohnen auf den Tisch und erzählte, wie es gewesen war. Seine Mutter sah sie an, sagte lange gar nichts, und das war schlimmer als schimpfen. Dann nahm sie sie und warf sie aus dem Fenster in den Abend hinaus. An diesem Tag gab es kein Abendessen, und geredet wurde auch nicht mehr.

Am Morgen war das Fenster grün.

Am Morgen war das Fenster grün. Vor der Kate stand eine Bohnenranke, so dick wie ein Baum, und sie ging so hoch hinauf, dass man das Ende nicht sah.

Hans kletterte. Er kletterte an Blättern vorbei, die größer waren als er selbst, und der Stängel war so dick, dass er ihn mit…

Hans kletterte. Er kletterte an Blättern vorbei, die größer waren als er selbst, und der Stängel war so dick, dass er ihn mit beiden Armen nicht umfasste. Nach einer Weile lagen die Wolken unter ihm wie ein weißes Feld, und das Haus unten war nicht mehr zu sehen.

Oben lief eine weiße Straße zu einem riesigen Haus.

Oben lief eine weiße Straße zu einem riesigen Haus. In der Tür stand eine sehr große Frau, sah ihn an und sagte, er solle schnell hereinkommen, bevor ihr Mann zurück sei.

Sie versteckte ihn in einem großen Kochtopf.

Sie versteckte ihn in einem großen Kochtopf. Durch einen Spalt im Deckel sah Hans, wie der Riese hereinkam, sich setzte und aß, und wie der ganze Tisch dabei zitterte.

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