Nach Alter
Geschichten nach Alter — von den Kleinsten bis zu denen, die schon selbst lesen.
- Geschichten ab 2 JahrenGeschichten ab 2 Jahren sind kurz und voller Wiederholungen — das Kind hört ein paar Minuten zu und will danach genau dieselbe noch einmal.
- Geschichten ab 3 JahrenGeschichten ab 3 Jahren haben eine einfache Handlung mit einer Hauptfigur und einem guten Ende, ohne Wendungen, die man erklären muss.
- Geschichten ab 4 JahrenAb 4 Jahren fangen die Fragen an: warum die Figur Angst hat, was ihr Freund fühlt und wie man das wieder in Ordnung bringt.
- Geschichten ab 5 JahrenAb 5 Jahren dauert eine Geschichte länger als im Jahr davor, und das Kind kann hinterher selbst erzählen, was passiert ist.
- Geschichten ab 6 JahrenAb 6 Jahren gibt es mehr Figuren und die ersten echten Entscheidungen — die Hauptfigur muss wählen, nicht nur etwas erleben.
- Geschichten ab 7 JahrenAb 7 Jahren sind es längere Geschichten in Abschnitten, bei denen das Kind anfängt, abwechselnd mitzulesen.
- Geschichten ab 8 JahrenAb 8 Jahren gibt es ein Rätsel oder ein Geheimnis, und die Geschichte verrät es nicht zu früh.
- Geschichten ab 9 JahrenAb 9 Jahren sind die Geschichten lang genug, dass ein Kind sie allein liest, und spannend genug, dass es das auch will.
- Geschichten ab 10 JahrenAb 10 Jahren geht es um schwierigere Dinge — Ungerechtigkeit, Scham, Mut —, und trotzdem enden sie gut.
Alter in einer Geschichte sagt nicht, was ein Kind versteht, sondern wie lange es zuhört und wie viel Handlung es gleichzeitig behält. Ein Zweijähriges hört drei Minuten zu und will dieselbe Geschichte noch einmal. Ein Zehnjähriges liest allein und legt das Buch weg, wenn auf der zweiten Seite nichts passiert ist.
Wir sortieren nach einzelnen Jahren. Eine Geschichte kann dabei in mehreren Jahren stehen — was für ein Vierjähriges passt, funktioniert auch bei einem Fünfjährigen.
Die Jahre sind ein Hinweis, keine Regel. Ein Kind, das lange Geschichten mag, greift zu einer „zwei Jahre älteren“ und ist zufrieden; eines, das schnell müde wird, nimmt eine kürzere und ebenso. Wer zum ersten Mal auswählt, achtet am besten auf die Vorlesedauer unter dem Titel — sie ist genauer als jede Altersangabe.
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Häufige Fragen
Wie bestimmen Sie das Alter einer Geschichte?
Nach Länge, Anzahl der Figuren und der Menge an Handlung, die man gleichzeitig behalten muss. Die Untergrenze setzen wir dort, wo ein Kind bis zum Ende zuhört, und rechnen zwei Jahre hinzu — eine Geschichte wird nicht schlechter, weil das Kind älter geworden ist.
Warum steht dieselbe Geschichte in mehreren Jahren?
Weil sie zu mehreren passt. Was ein Vierjähriges gern hört, hören Fünf- und Sechsjährige auch. Genauso liegt derselbe Film in drei Sammlungen — das füllt die Bereiche, statt sie aufzublähen.
Was, wenn das Kind eine Geschichte „nicht für sein Alter“ möchte?
Dann lesen. Das Alter ist ein Hinweis für Erwachsene, die zum ersten Mal auswählen, keine Grenze. Verlässlicher ist die Vorlesedauer unter dem Titel.
