Märchen der Brüder Grimm

Märchen der Brüder Grimm zum Vorlesen: Rotkäppchen, Frau Holle, Die Sterntaler und Rumpelstilzchen — neu aufgeschrieben, in klarer Sprache, ohne Kürzungen.

20 Geschichten

Die Brüder Grimm haben ihre Märchen nicht für Kinder geschrieben. Jacob und Wilhelm sammelten sie ab 1806 als Sprachforscher — aufgeschrieben von Bäuerinnen, Soldaten und Handwerkern — und die erste Ausgabe war streckenweise grausam. Erst die späteren wurden milder, weil das Buch bei Kindern landete, die niemand gefragt hatte.

Märchen der Brüder Grimm zum Vorlesen sind darum immer eine Fassung, nie die eine. Unsere hat kürzere Sätze und weniger Nebenwege, aber sie ändert nicht, was im Märchen geschieht: der Wolf bleibt Wolf, die Stiefmutter bleibt Stiefmutter, und die Gerechtigkeit kommt am Ende, nicht in der Mitte. Wir haben das Tempo geändert, nicht den Sinn.

Vorgelesen werden sie ab vier, fünf Jahren. Es kommen harte Dinge vor — Hunger, Alleinsein, Angst im Wald — und genau darin liegt ihr Wert: das Kind begegnet ihnen an einem sicheren Ort, auf einem Schoß, und nicht allein. Wenn danach Fragen kommen, lohnt es sich, sie zu beantworten, statt schnell das nächste Märchen anzufangen.

Häufige Fragen

Sind diese Märchen nicht zu gruselig für Kinder?

Wir schreiben sie so, dass die Spannung bleibt und die Grausamkeit nicht. Niemand wird vor den Augen des Lesers gefressen, und Strafen werden kurz erwähnt, nicht ausgemalt. Die härteren Märchen kennzeichnen wir mit höherem Alter.

Wie unterscheidet sich Ihre Fassung vom Original?

Durch kürzere Sätze und weniger Nebenhandlungen. Ende und Moral bleiben — ein Märchen, dessen Ende man ändert, ist nicht mehr dasselbe Märchen.

Welche Grimm-Märchen sind hier zum Vorlesen?

Unter anderem Rotkäppchen, Aschenputtel, Hänsel und Gretel, Rapunzel, Frau Holle, Die Sterntaler, Rumpelstilzchen, Der Wolf und die sieben Geißlein, Die Bremer Stadtmusikanten und Tischlein deck dich.