Der kleine Häwelmann

  • 4-5 Min. Lesezeit
  • 10 Seiten

«Der kleine Häwelmann» von Theodor Storm, neu erzählt. Ein Kind, das nicht schlafen will, ein Rollenbett und der alte Mond.

Es war einmal ein kleiner Junge, der hieß Häwelmann.

Es war einmal ein kleiner Junge, der hieß Häwelmann. Er schlief in einem Bett mit Rädern, und wenn er nicht einschlafen konnte, rollte er damit durch das Zimmer.

An diesem Abend konnte er gar nicht einschlafen.

An diesem Abend konnte er gar nicht einschlafen. Er zog sein Nachthemd über den Kopf, hielt es auf wie ein Segel und rief: «Mehr, mehr!»

Der Mond schaute zum Fenster herein und öffnete ihm die Tür.

Der Mond schaute zum Fenster herein und öffnete ihm die Tür. Und Häwelmann rollte hinaus, die Straße hinunter, durch die ganze schlafende Stadt.

«Leuchte, alter Mond, leuchte!» rief Häwelmann, und der Mond leuchtete.

«Leuchte, alter Mond, leuchte!» rief Häwelmann, und der Mond leuchtete. Kein Fenster war hell, kein Mensch war wach, nur das Bett rollte und rollte.

Im Wald kam ein kleiner Kater mit, der hieß Hinze.

Im Wald kam ein kleiner Kater mit, der hieß Hinze. Seine Augen funkelten im Dunkeln, und er sprang neben dem Bett her, bis die Bäume zu Ende waren.

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Textquelle: Theodor Storm † 04.07.1888; das Märchen von 1849 ist gemeinfrei. Nacherzählt für Marytale in eigenen Worten — kein Abdruck einer fremden Ausgabe.

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