Die Ameise und die Grille

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Die Ameise und die Grille — eine Fabel von Äsop mit Moral zum Vorlesen. Den ganzen Sommer spielte die eine, und die andere trug Korn ins Nest.

Es war Sommer, und auf der Wiese war es so warm, dass die Luft über dem Gras zitterte.

Es war Sommer, und auf der Wiese war es so warm, dass die Luft über dem Gras zitterte. Die Grille saß auf einem Halm und geigte. Sie geigte am Vormittag, sie geigte am Nachmittag, und wenn es Abend wurde, geigte sie weiter, weil abends alles besser klingt und weil niemand da war, der es ihr verboten hätte.

Über denselben Weg lief die Ameise, und sie trug ein Korn.

Über denselben Weg lief die Ameise, und sie trug ein Korn. Es war größer als sie selbst, und sie musste es dreimal absetzen, bis sie beim Bau war. Dann kehrte sie um und holte das nächste, und danach das übernächste, und so ging es von morgens bis abends.

„Setz dich doch“, rief die Grille von ihrem Halm herunter.

„Setz dich doch“, rief die Grille von ihrem Halm herunter. „Hör dir das an. Es ist Sommer, und der Sommer bleibt nicht.“ — „Ich höre es“, sagte die Ameise und blieb nicht stehen, denn wer stehen bleibt, um zuzuhören, trägt in dieser Zeit nichts.

So ging es Tag für Tag.

So ging es Tag für Tag. Die Wiese wurde gelb, die Halme wurden hart, und die Abende wurden früher dunkel. Die Ameise trug immer noch, und ihr Bau unter der Erde füllte sich Kammer für Kammer.

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