Thomas und die wärmsten Decken

  • 8-10 Min. Lesezeit
  • 18 Seiten

Tief im Herzen des Waldes, unter einer weiten alten Eiche, wohnt ein kleines Mäuschen namens Thomas — ein winziger Handwerker mit einem riesengroßen Herzen. Er webt die kuscheligsten Decken des ganzen Waldes, aus Flaum, Moos und lauter Güte, und jede einzelne schenkt Wärme, Ruhe und die süßesten Träume. Als ihn die Nachricht erreicht, dass jemand ganz allein am fernen Waldrand friert, macht sich Thomas auf eine lange, mühsame Reise. Diese herzerwärmende Geschichte erzählt von Fürsorge, von der stillen Kraft kleiner guter Taten und davon, wie ein einziges warmes Herz die ganze Welt verändern kann.

Unter einer alten, weit ausladenden Eiche — einer von der Sorte, deren Blätter selbst am stillsten Nachmittag leise flüstern…

Unter einer alten, weit ausladenden Eiche — einer von der Sorte, deren Blätter selbst am stillsten Nachmittag leise flüstern — wohnte ein kleines Mäuschen namens Thomas. Es war klein, es war flink, und es war fleißig wie eine Biene. Mehr als alles auf der Welt liebte Thomas es, Dinge mit seinen eigenen Pfoten zu machen.

Am stolzesten war er auf eine ganz besondere Gabe: Er konnte weiche, warme Decken weben, die jeden, der sich darunter…

Am stolzesten war er auf eine ganz besondere Gabe: Er konnte weiche, warme Decken weben, die jeden, der sich darunter kuschelte, in Geborgenheit und Ruhe hüllten. „Ein bisschen Behaglichkeit“, sagte Thomas gern, „und jeder Traum wird süßer.“

Dass Wärme die Stimmung heben und sogar die Träume schöner machen kann, hatte Thomas schon als ganz kleines Mäuschen…

Dass Wärme die Stimmung heben und sogar die Träume schöner machen kann, hatte Thomas schon als ganz kleines Mäuschen begriffen. Eines Tages fand er nahe einem Menschenhaus einen Fetzen weichen Stoffs und wickelte sich hinein — und zum allerersten Mal spürte er, was echte Geborgenheit ist. An jenem Tag beschloss er, Decken zu machen, die all seinen Freunden Wärme und Ruhe schenken sollten.

Jeden Tag streifte Thomas durch den Wald und sammelte die weichsten Grashalme, Büschel von Flaum, feine Fäden aus…

Jeden Tag streifte Thomas durch den Wald und sammelte die weichsten Grashalme, Büschel von Flaum, feine Fäden aus Spinnenseide und kleine Polster aus Moos. Aus diesen Schätzen webte er zauberhafte Decken, die nicht nur schön waren, sondern auch wunderbar warm.

Eines Abends, als Thomas eine Tasse warmen Kräutertee trank und über ein neues Muster nachsann, hörte er ein leises…

Eines Abends, als Thomas eine Tasse warmen Kräutertee trank und über ein neues Muster nachsann, hörte er ein leises Schluchzen aus der Baumhöhle, in der das Eichhörnchen Elsie wohnte. „Elsie, was ist denn los?“, fragte er besorgt. „In letzter Zeit sind die Nächte so kalt geworden“, flüsterte das Eichhörnchen, „und ich habe gar nichts, um mich zu wärmen.“

Thomas wusste sofort, was zu tun war.

Thomas wusste sofort, was zu tun war. Er webte für Elsie eine kleine Decke aus flauschigen Grashalmen und feinster Spinnenseide. Kaum hatte sich das Eichhörnchen darunter gekuschelt, breitete sich eine wohlige Wärme in ihm aus — und es schlief selig ein.

Schon am nächsten Morgen wachte Elsie auf und dankte Thomas von ganzem Herzen.

Schon am nächsten Morgen wachte Elsie auf und dankte Thomas von ganzem Herzen. „Danke, Thomas! Das ist die wärmste Decke, die ich je hatte!“, rief sie fröhlich. „Ich habe die schönsten Träume geträumt!“

Als Elsie allen von ihrem Geschenk erzählte, klopften auch die anderen Waldbewohner bei Thomas an — der Igel Dudi, die…

Als Elsie allen von ihrem Geschenk erzählte, klopften auch die anderen Waldbewohner bei Thomas an — der Igel Dudi, die Fröschin Flora und sogar die alte Eule Luna. Ihnen allen war es nachts kalt, und Thomas half jedem gern.

Er webte jede Decke mit Liebe und achtete darauf, dass keine der anderen glich.

Er webte jede Decke mit Liebe und achtete darauf, dass keine der anderen glich. „Wie gut es tut“, dachte Thomas, während seine winzigen Pfoten sorgsam arbeiteten, „zu wissen, dass es jemandem heute Nacht ein bisschen wärmer ist.“

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