Lustige Zungenbrecher zum Lachen

11 Zungenbrecher

Manche Zungenbrecher sind schwer, manche sind komisch, und das ist nicht dasselbe. Diese elf gewinnen durch den Unsinn: ein Satz, der sich in den eigenen Schwanz beißt, ein Tier, das etwas tut, was es nicht soll, eine Frage ohne Antwort.

Am besten funktionieren sie am vollen Tisch, wo mehr Leute mitverhaspeln können. Ein Kind zwischen fünf und neun lacht nicht darüber, dass es selbst richtig sagt — es lacht über den Cousin, der danebenlag.

  1. Fischers Fritz fischt frische Fische, frische Fische fischt Fischers Fritz.

    Was die Zunge bricht: «F» achtmal, dreimal davon mit «r» dahinter. Der bekannteste deutsche Zungenbrecher überhaupt — und in der zweiten Zeile kippt er trotzdem.überliefert

  2. Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid.

    Was die Zunge bricht: «Blaukraut» und «Brautkleid» haben dieselben Laute in anderer Reihenfolge. Beim dritten Durchgang sagt fast jeder «Brautkraut».überliefert

  3. In Ulm, um Ulm, und um Ulm herum.

    Was die Zunge bricht: Sechs Wörter, alle mit «u» und «m». Es gibt nichts zu verstehen und nichts zu merken — und es geht trotzdem schief.überliefert

  4. Zehn zahme Ziegen zogen zehn Zentner Zucker zum Zoo.

    Was die Zunge bricht: Neunmal «z» am Wortanfang. Die kurze Fassung des großen Ziegen-Zungenbrechers — gut zum Üben, bevor man den langen probiert.überliefert

  5. Esel essen Nesseln nicht, Nesseln essen Esel nicht.

    Was die Zunge bricht: «Esel», «essen», «Nesseln»: dieselben Laute, verschoben. Die zweite Zeile dreht den Satz um und behauptet dabei etwas anderes — das merken Kinder sofort.überliefert

  6. Auf dem Rasen rasen Hasen, atmen rasselnd durch die Nasen.

    Was die Zunge bricht: «Rasen» steht zweimal da und heißt zweimal etwas anderes. Dazu «s» und «z» in fast jedem Wort.überliefert

  7. Müllers Mühle mahlt nur mehlig mildes Mehl.

    Was die Zunge bricht: «M» siebenmal und dazwischen «hl», das den Mund lang macht. «Mahlt» und «Mehl» klingen fast gleich und sind es nicht.überliefert

  8. Wenn der Dachs den Dackel dachte, hätte der Dackel nichts gedacht.

    Was die Zunge bricht: «Dachs», «Dackel», «dachte», «gedacht»: vier Wörter, die mit «da» anfangen und alle anders weitergehen. Der Satz ergibt keinen Sinn, und das ist der Witz.von uns

  9. Die Maus maust Mus, das Mus maust keine Maus.

    Was die Zunge bricht: «Maus», «maust», «Mus» — drei Wörter mit denselben drei Lauten. Kurz genug für Fünfjährige und trotzdem hinterhältig.von uns

  10. Sieben Schafe schliefen schief, weil der Schäfer schnarchend schlief.

    Was die Zunge bricht: «Sch» sechsmal mit vier verschiedenen Fortsetzungen: «schl», «schr», «schn», «schf». Es reimt sich, deshalb bleibt er hängen.von uns

  11. Der Kuckuck kaut Kuchen, der Koch kocht Kuckuckskuchen.

    Was die Zunge bricht: «K» elfmal mit «u», «a» und «o». «Kuckuckskuchen» am Ende ist die Stelle, an der es fast immer reißt.von uns

Wie man übt

Diese brauchen Publikum. Allein verliert ein lustiger Zungenbrecher die Hälfte: Lustig ist, den anderen den Unsinn sagen zu hören, nicht ihn selbst zu sagen. Hebt sie euch also fürs Abendessen auf, für die Schlange im Supermarkt oder das Auto im Stau, und macht Runden — jeder sagt einen, und wer sich verhaspelt, sucht den nächsten aus. Man kann weitere erfinden, und das ist das beste Spiel auf dieser ganzen Seite: Man nimmt ein Tier, sucht ein Wort, das genauso anfängt, und baut eine alberne Frage aus beiden. «Wenn der Dachs dachte, was der Dackel dachte» ist nichts anderes — und was ein Kind selbst erfindet, vergisst es nie.

Mehr Zungenbrecher

Sieben überlieferte anonyme Zungenbrecher, gemeinfrei; vier stammen von Marytale. Bei jedem steht, welcher welcher ist. Quelle: Wikipedia, Zungenbrecher.