Maulwurf Heinrichs unterirdische Eisenbahn

  • 7-9 Min. Lesezeit
  • 15 Seiten

Heinrich ist ein kleiner Maulwurf mit neugierigen Augen, der nichts lieber tut, als die verborgenen Wege unter seinem Wald zu erkunden. Als aus seinem alltäglichen Graben eine große Idee wird, entsteht aus einem gewöhnlichen Tunnel eine echte unterirdische Eisenbahn, die alle Waldbewohner miteinander verbindet. Eine warmherzige Geschichte über Güte, Freundschaft und die schöne Wahrheit, dass die größten Veränderungen mit einem kleinen Traum und dem großen Wunsch beginnen, die Welt ein bisschen freundlicher zu machen.

Tief in einem dichten, grünen Wald, in einem gemütlichen kleinen Bau, lebte ein kleiner Maulwurf namens Heinrich.

Tief in einem dichten, grünen Wald, in einem gemütlichen kleinen Bau, lebte ein kleiner Maulwurf namens Heinrich. Er hatte die neugierigsten Augen der Welt und zwei winzige, flinke Pfötchen. Und mehr als alles andere liebte Heinrich das Graben. Jeden Tag erweiterte er eifrig seine verschlungenen Tunnel, und jedes Mal, wenn er einen neuen Winkel entdeckte, machte er große, staunende Augen — denn jeder Fund kam ihm wie ein kleines Wunder vor.

Doch mit der Zeit wurde das Graben zur Gewohnheit, und Heinrich begann nachzudenken.

Doch mit der Zeit wurde das Graben zur Gewohnheit, und Heinrich begann nachzudenken. Was wäre, wenn seine Kunst nicht nur ihm selbst nützen könnte, sondern auch den anderen Waldbewohnern? An einem nebligen Morgen, als die ersten blassen Sonnenstrahlen sich noch durch die Zweige kämpften, streckte Heinrich die Nase aus der Erde und hörte, wie das Eichhörnchen Mia und der Hase Max sich stritten.

„Ich muss diese Nüsse bis ganz auf die andere Seite des Waldes tragen, und das ist soooo weit!“, jammerte Mia mit prall…

„Ich muss diese Nüsse bis ganz auf die andere Seite des Waldes tragen, und das ist soooo weit!“, jammerte Mia mit prall gefüllten Backen. „Und ich muss ganz schnell zur Wiese mit dem frischesten Gras!“, schnaubte Max und klopfte mit dem langen Hinterlauf auf den Boden.

In diesem Augenblick wusste Heinrich, dass er helfen konnte.

In diesem Augenblick wusste Heinrich, dass er helfen konnte. Was, wenn ich eine unterirdische Eisenbahn baute? dachte er. Dann könnten alle schnell und sicher durch den Wald reisen, bei Sonne und bei Regen. Die Idee glitzerte in seinem Kopf wie Sonnenlicht auf einer Pfütze. Ohne auch nur eine Minute zu verlieren, krempelte Heinrich die Ärmel hoch und machte sich an die Arbeit.

Zuerst zeichnete er einen Plan.

Zuerst zeichnete er einen Plan. Er wollte Tunnel graben, die die wichtigsten Orte des ganzen Waldes verbanden: die große Eichenlichtung, den glitzernden See, die Pilzschlucht und den hohen grauen Felsen, auf dem die weise Eule wohnte. Es war ein riesiges Vorhaben — doch wenn Heinrich von einer Sache reichlich besaß, dann war es sturer, fröhlicher Eifer.

Also rief er seine Freunde zu Hilfe.

Also rief er seine Freunde zu Hilfe. Der Biber Balu schnitt glatte Schienen aus den Stämmen junger Bäumchen, und die Maus Emmi zimmerte Wagen um Wagen zusammen. Die Arbeit brummte bei Tag und bei Laternenlicht in der Nacht. Klopf, klapper, ratter! Und nach ein paar geschäftigen Wochen war das allererste Stück der unterirdischen Eisenbahn fertig.

Zur großen Eröffnung versammelten sich alle Tiere des Waldes, denn jedes wollte sehen, was der schlaue Heinrich sich…

Zur großen Eröffnung versammelten sich alle Tiere des Waldes, denn jedes wollte sehen, was der schlaue Heinrich sich ausgedacht hatte. Stolz zeigte er, wie die Wagen fuhren — sanft dahingleitend dank eines cleveren Systems aus Pedalen, die man mit den Pfoten drückte. Schnurr, klick, und schon rollten sie los! Die ganze Menge staunte und jubelte.

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